Jasmina Hadžiahmetović wurde in Sarajevo geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Als Spielleiterin und Regieassistentin war sie am Staatstheater Kassel, an der Oper Stuttgart, der Komischen Oper Berlin sowie bei den Salzburger und Bayreuther Festspielen engagiert.
An der Universität Zürich hat sie das Masterprogramm „Executive Master in Arts Administration“ absolviert. Sie lehrt als Dozentin für szenischen Unterricht im Musiktheater an der Universität der darstellenden Künste (UdK), Berlin.


Hadžiahmetović inszenierte Opern und Schauspiele am Stadttheater Konstanz, am Opernhaus Halle, am Theater Trier, am Meininger Theater, an der Komischen Oper Berlin, an der Opéra Comique Paris, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und am Opernhaus Zürich. Zu ihren Inszenierungen gehören unter anderen Alban Bergs Lulu, Hans Zenders Schuberts ‚Winterreise', Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder, Jean-Paul Sartres Die schmutzigen Hände, Leos Janáčeks Die Ausflüge des Herrn Brouček, W. A. Mozarts Idomeneo und Georges Bizets Carmen.

Für das Education-Programm der Berliner Philharmoniker fü̈hrte sie bei Benjamin Brittens Noye’s Fludde und David Langs Crowd Out - Eine Komposition für 1000 Stimmen Regie. Im Rahmen der Broadening the Scope of Choral Music, einer Initiative des Rundfunkchores Berlin, hat Hadžiahmetović an der Komischen Oper Berlin die Chor-Oper Angst von Christian Jost und zuletzt Fürchtet Euch nicht, einen Abend über das politisch aktuelle Thema der Flucht und des Umgangs mit dem Fremden, im Berliner Dom inszeniert.

Die Umsetzung von Konzepten mit politischen Themen der Gegenwart sind für Jasmina Hadžiahmetovićs Arbeit entscheidend. Die Konzeption und Inszenierung von „Erwartung_Nada“, einer musiktheatralen Erinnerung an den Bosnien-Krieg im Radialsystem V in Berlin, war für sie eine wichtige und persönliche Regiearbeit.

An der Seite des designierten Intendanten Oliver Graf wird Jasmina Hadžiahmetović als Schauspieldirektorin ab der Spielzeit 2020/21 am Theater für Niedersachsen (TfN) tätig sein.



Fotos: © Marie Liebig
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